Spezialkräfte für den Gefahrguteinsatz

Wiederholungslehrgang für Chemikalienschutzanzug auf Landkreisebene

Amberg-Sulzbach /Auerbach
Zum zweiten mal in diesem Jahr  lud der Fachbereiche Gefahrgut  zu einem Wiederholungslehrgang für Chemikalienschutzanzüge ein.
Unter der Leitung von Kreisbrandmeister Hans Sperber fanden sich 14 Feuerwehrfrauen- und Männer im Gerätehaus Auerbach ein.
10 Ausbilder schulten die Aktiven im Bereich Gefahrgut.
Kreisbrandrat Fredi Weiß und Kreisbrandinspektor Peter Deiml zeigte sich stolz und zufrieden.
Im großen Spektrum des Feuerwehrdienstes gehören neben den Brand- und Unfallszenarien, Gefahrguteinsätze zu den „Gott sei Dank“ eher selteneren, aber wohl zu den anspruchvollsten Einsätzen.
Verlangen sie doch von den Wehrmännern enorme Vorkenntnisse zur Stofferkennung, sowie körperliche Ausdauer und Geschicklichkeit .Um im Ernstfall für diesen Einsatz gerüstet zu sein, bietet die Landkreisfeuerwehr den Wehren mit Zusatzausrüstung Gefahrgut, bzw. schwerem Atemschutz  Grundlehrgänge für Chemikalienschutzanzüge, kurz CSA, an.
Dabei standen die Grundtätigkeit, das tragen des schweren Chemikalienschutzanzuges, die Bewegungsabläufe und die Sicherheit beim arbeiten, im Vordergrund.
Mit dem Wiederholungslehrgang der Im Gerätehaus Auerbach stattfand knüpfte man an diesen an. Die Aktiven wurden dazu an Gerätschaften, sowie den Arbeitsabläufen im Gefahrguteinsatz geschult.
14 CSA-Träger, darunter eine Frau, aus den Feuerwehren Auerbach und Schnaittenbach fanden sich am Samstag Morgen im Schulungssaal der FF Auerbach ein.
KBM Hans Sperber (Achtel) , in Vertretung für Fachbereichsleiter KBM Alex Graf,sowie KBI Peter Deiml (Auerbach) eröffneten um 08:30 Uhr den Lehrgang.
KBI Deiml unterstrich, die Notwendigkeit dieser Ausbildung. aber auch die zusätzliche Anstrengung der Feuerwehrangehörigen. Es sei eine enorme körperliche Belastung ,eingeengt und von der Außenwelt abgeschnitten in einem schweren Schutzanzug zu arbeiten und zu helfen. Umso erfreuter sei er,
das trotzdem Aktive bereit seien sich dieser Strapaze zu unterziehen.
Nach organisatorischen Hinweisen durch  KBM Sperber stieg man in den Lehrstoff ein.
Durch Michael Werner, Führungsdienstgrad der FF Amberg, bekamen die Lehrgangsteilnehmer eine Ein- und Unterweisung am Gerätewagen Gefahrgut der Stadt Amberg und den Gerätschaften die im Ernstfall zum Einsatz kommen können. Gefahrstoffumfüllpumpen wurden aufgebaut und Edelstahl Behältnisse errichtet.
Im Anschluss folgte ein Unterricht über die Eigenschaften „Brennbarer Flüssigkeiten“ im Schulungssaal. KBR Fredi Weiß, der aus terminlichen Gründen nur kurz den Lehrgang besuchte, zeigte sich begeistert über den Ausbildungsstand seiner Wehrmänner und Frauen
Nach einer Mittagspause verlegte man in die Fahrzeughalle und dem Übungsplatz der Auerbacher Wehr..
Ein Übungsparkur war aufgebaut in dem es galt verschiedene Stationen unter schwerem CSA zu bewältigen. Station eins war dem richtigem Anlegen der Schutzkleidung gewidmet. Bei Station zwei galt es Stoff, bzw. Gefahren zu erkunden. Durch die eingeschränkte Sicht im Vollschutzanzug. eine nicht einfache Aufgabe, die Symbole und
UN-Nummern zu lesen, zu erkennen und weiter zu geben. Station drei war der Geschicklichkeit gewidmet. An einer Übungsleitung musste mit Hilfe von Schrauben und Muttern ein Schieber ausgetauscht werden. Durch das fehlende Feingefühl bedingt durch starre Schutzhandschuhe viel es nicht leicht  Schrauben und Schraubenschlüssel anzusetzen. In der Station vier wurde mittels der Handmembranpumpe eine angenommene „gefährliche Flüssigkeit“ von einem Fass in ein anders gepumpt, eine schweißtreibende Angelegenheit. In der letzten Station galt es das Auslaufen und somit das Ausbreiten einer unbekannten Flüssigkeit zu verhindern. Diese ergoss sich aus einem undichten Container auf einem LKW Anhänger. Dazu musste, Kräfte zehrend, eine Säurebeständige Plane untergezogen werden.
Gegen 15:00 Uhr gaben die Ausbilder das Übungsende bekannt. Zur Abschlussbesprechung fanden sich Ausbilder und Lehrgangsteilnehmer im Schulungsraum ein . Lehrgangsleiter KBM Hans Sperber
zeigte sich zufrieden mit der abgelegten Leistung. Der Lehrgang sei ohne Probleme abgelaufen, so Sperber. Es sei wichtig dass auf Landkreisebene alle den selben Wissens- und Ausbildungsstand haben, besonders im Bereich Gefahrgut müssen alle Hangriffe nahezu blind sitzen. Mit dieser Ausbildung sei man dem Ziel, im Lkr Amberg – Sulzbach Flächendecken Spezialkräfte auszubilden einen Schritt näher gekommen. Großer dank galt Kommandant Jens Zocher und der FF Auerbach für die zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten und der logistischen Unterstützung, der FF Amberg für die Ausbildung am Gerätewagen Gefahrgut und dem FB-Atemschutz für die Unterstützung.
KBI Peter Deiml dankte den Fachbereichen Gefahrgut und Atemschutz sowie den Lehrgangsteilnehmern und den Ausbilder für ihren Einsatz und überreichte die Teilnahmebestätigungen an die Teilnehmer.
Mit den Worten „Allzeit unfallfreie Einsätze und gute Heimkehr“ Schloss KBM Hans Sperber am Samstagnachmittag den 2. Wiederholungslehrgang 2015 für CSA Träger des Lkr. Amberg – Sulzbach.
2015 csa wlii lkr1

2015 csa wlii lkr2

2015 csa wlii lkr4

2015 csa wlii lkr

„Mit Erfolg konnten 14 Aktive Feuerwehrangehörige den Wiederholungslehrgang - CSA abschließen“