Schwimmsauger für Schönlind und Ursulapoppenricht

Zwei Schwimmsauger im Wert von rund 1.100 Euro konnte Kreisbrandinspektor Christof Strobl gemeinsam mit Kreisbrandmeister Michael Iberer an die Feuerwehren Schönlind und Ursulapoppenricht übergeben.

2019-10-16 SchwimmsaugerSchoenlind
Kreisbrandmeister Michael Iberer und Kreisbrandinspektor Christof Strobl (v.l.) übergeben der Feuerwehr Schönlind einen Schwimmsauger. Ihm entgegen nahmen 1.Kommandant der FF Schönlind Wolfgang Prechtl, stellv. Kommandant Härtl Markus und Vorstand Karl Stubenvoll. (ab 3.v.l.)


Die Versicherungskammer wollte mit den insgesamt 850 Schwimmsaugern, welche bayernweit übergeben werden, dazu beitragen, dass das Löschwasser nicht ausgeht. Der heiße Sommer 2019 habe zu Wald- und Flächenbränden geführt und mancherorts auch schon das Löschwasser knapp werden lassen. Auch im trockenen Jahr 2018 sei der Wasserstand in vielen Bächen so niedrig gewesen, dass mit herkömmlichen Mitteln der Feuerwehr kein Löschwasser mehr entnommen werden konnte. Die Versicherungskammer Bayern stelle deshalb den bayerischen Feuerwehren insgesamt 850 Schwimmsauger zur Verfügung.

Mit dem Schwimmsauger könne die Feuerwehr künftig Löschwasser auch bei geringem Wasserstand aus Gewässern pumpen. Eine ausreichende Löschwasserversorgung ermögliche es der Feuerwehr eine Brandausbreitung zu verhindern und damit Schäden an Gebäuden und der Umwelt zu minimieren. Mit diesen speziellen Saugern kann aus Bächen auch noch angesaugt werden, wenn der Wasserstand nur noch fünf Zentimeter beträgt. Bisher waren mindestens Zentimeter notwendig. Da das Wasser an der Oberfläche entnommen wird, wird zudem der Gewässerboden geschont.

Der sieben Kilogramm leichte Schwimmsauger besteht aus einem 60 Zentimeter langen Polyethylen-Körper und wird anstelle eines herkömmlichen Saugkorbes aus Metall am Saugschlauch angebracht. Dieser Saugschlauch wird an der Pumpe des Feuerwehrfahrzeuges angeschlossen. Neben der Löschwasserentnahme ist der Schwimmsauger auch zum Absaugen von Wasser bei Überschwemmungen möglich.

Das Projekt wurde von der Versicherungskammer Bayern gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband Bayern entwickelt.
 
Bild: Andrea Prechtl
Text: Florian Schlegel