Als Maschinist Herr der Lage

28 neue Maschinisten hat der Landkreis in Rosenberg ausgebildet. Für diese Aufgabe bei der Feuerwehr reicht es nicht, den entsprechenden Führerschein zu haben und das Fahrzeug sicher bewegen zu können. Der Maschinist muss auch die Feuerlöschkreiselpumpe, Fahrzeugtechnik sowie zahlreiche Aggregate beherrschen.

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So ging es beim Lehrgang in Rosenberg auch um Aufbau und Funktion der Feuerlöschkreiselpumpe, die Bedienung der Tragkraftspritze und den Umgang mit Stromerzeugern, Lichtmasten und weiteren kraftbetriebenen Geräten der Feuerwehr. Der Maschinistenlehrgang ist neben dem gültigen Führerschein und einer gesonderten Fahr-Abnahme Voraussetzung, um Feuerwehrfahrzeuge lenken zu dürfen.


Das 38-Stunden-Programm gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. In Ersterem werden die grundlegenden technischen und physikalischen Prinzipien im Bereich Pumpentechnik und der Stromerzeugung gelehrt. Auch der Umgang mit den Geräten und ihre Bedienung werden erläutert. Verkehrsrecht und die Nutzung von Sonder- und Wegerechten nach der Straßenverkehrsordnung sind im Unterricht ebenso wichtige Themen.

Im praktischen Teil soll der Umgang mit den Geräten verinnerlicht werden: Nur wenn das einwandfrei funktioniert, ist ein sicherer Einsatz gewährleistet. Die Ausbilder legen besonderen Wert darauf, dass die Teilnehmer nicht nur Routinearbeiten kennen, sondern auch in Extremsituationen Herr der Lage bleiben. So ist es beispielsweise wichtig, bei einem Fehler oder einem Ausfall eines Gerätes Rückschlüsse auf die Ursachen zu ziehen und diese beseitigen zu können: Wenn ein sogenannter Angriffstrupp in einem brennenden Gebäude ist und plötzlich die Pumpe ausfällt, muss der Maschinist schnell reagieren und das Gerät schnellstmöglich wieder zum Laufen bringen.

Auch die Prüfung gliedert sich in Theorie und Praxis: Die Teilnehmer müssen dabei ihr Können unter Beweis stellen. Die theoretische Prüfung umfasst einen Multiple-Choice-Fragebogen. Vier Stationen müssen im praktischen Teil absolviert werden. Alle Aktiven wissen aber: Um den sicheren Umgang mit Fahrzeugen und Technik zu gewährleisten, darf der Lehrgang nicht als einmalige Sache betrachtet werden. Vielmehr ist eine ständige Ausbildung in den einzelnen Feuerwehren notwendig. Zum Abschluss gratulierte Kreisbrandinspektor Christof Strobl allen zum bestandenen Lehrgang.

Die Ausbilder des Maschinistenlehrganges:
Lehrgangsleiter Kreisbrandmeister Jürgen Schloß, Fabian Schwemmer (FF Ranna), Stephan Schalgenhaufer, Richard Schön (beide FF Traßlberg), Florian Kaufmann, Norbert Gräml (beide FF Rosenberg).

Die neuen Maschinisten:
Chrisitan Barth, Lukas Bauer, Thomas Bischof, Sebastian Braun, Philipp Bublitz, Daniel Einhäupl, Christian Finster, Florian Gebhard, Maximilian Heimler, Alexander, Irlbacher, Harald Lukesch, Konrad Maier, Sebastian Mattner, Stefan Merkl, Benedikt Pusch, Andreas Reinhardt, Robert Schuster, Matthias Segerer, Jakob Stauber, Leon Storch, Michael Straller, Christian Trautner, Christian Weiß, Thomas Wittkop, Florian Zimmermann, Manuel Koller und Sebastian Purrer.

Diese kommen aus den Feuerwehren:
Ebermannsdorf, Poppberg, Freudenberg-Wutschdorf, Hahnbach, Hirschau, Illschwang, Mimbach-Mausdorf, Ranna, Rosenberg, Schlicht, Schmidmühlen, Sorghof, Steiningloh-Urspring, Ursulapoppenricht, Vilseck und Wolfsbach.

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Bilder: FB Maschinisten
Text: Florian Schlegel