Feuerwehr schult Spezialkräfte

1. Wiederholungslehrgang für Chemikalienschutzanzug auf Landkreisebene

Amberg-Sulzbach.
Zum ersten male lud der Fachbereiche Gefahrgut  zu einem Wiederholungslehrgang für Chemikalienschutzanzüge ein.
Unter der Leitung von Kreisbrandmeister Alexander Graf  fanden sich am vergangenen Wochenende 15 Feuerwehrfrauen- und Männer im Gerätehaus Rosenberg ein.
10 Ausbilder schulten die Aktiven im Bereich Gefahrgut.
Kreisbrandrat Fredi Weiß und Kreisbrandinspektor Peter Deiml zeigte sich stolz und zufrieden.
Im großen Spektrum des Feuerwehrdienstes gehören neben den Brand- und Unfallszenarien, Gefahrguteinsätze zu den „Gott sei Dank“ eher selteneren, aber wohl zu den anspruchvollsten Einsätzen.
Verlangen sie doch von den Wehrmännern enorme Vorkenntnisse zur Stofferkennung, sowie körperliche Ausdauer und Geschicklichkeit .Um im Ernstfall für diesen Einsatz gerüstet zu sein, bot die Landkreisfeuerwehr den Wehren mit Zusatzausrüstung Gefahrgut, bzw. schwerem Atemschutz im vergangenem Jahr einen Grundlehrgang für Chemikalienschutzanzüge, kurz CSA, an.
Dabei standen die Grundtätigkeit, das tragen des schweren Chemikalienschutzanzuges, die Bewegungsabläufe und die Sicherheit beim arbeiten, im Vordergrund.
Mit dem Wiederholungslehrgang der am vergangenen Samstag in Rosenberg stattfand knüpfte man an diesen an. Die Aktiven wurden dazu an Gerätschaften, sowie den Arbeitsabläufen im Gefahrguteinsatz geschult.
15 CSA-Träger, darunter eine Frau, aus den Feuerwehren Rosenberg, Schnaittenbach, Ursensollen, Haselmühl, Freudenberg und Trasslberg, fanden sich am Samstag Morgen im Schulungssaal der FF Rosenberg ein.
Fachbereichsleiter KBM Alex Graf (Ursensollen) und KBR Fredi Weiß (Schnaittenbach) eröffneten um 08:30 Uhr den Lehrgang.
KBR Weiß unterstrich, die Notwendigkeit dieser Ausbildung. aber auch die zusätzliche Belastung der Feuerwehrangehörigen. So sei es nicht jedem gegeben, eingeengt und von der Außenwelt abgeschnitten in einem schweren Schutzanzug zu arbeiten und zu helfen. Umso erfreuter sei er,
das trotzdem Aktive bereit seien sich dieser Strapaze zu unterziehen.
Nach organisatorischen Hinweisen durch  KBM Graf stieg man in den Lehrstoff ein.
Am Gerätewagen Gefahrgut der FF Amberg bekamen die Lehrgangsteilnehmer eine Ein- und Unterweisung an Gerätschaften die im Ernstfall zum Einsatz kommen können. Gefahrstoffumfüllpumpen wurden aufgebaut und Edelstahl Behältnisse errichtet.
Im Anschluss folgte ein Unterricht über die Eigenschaften „Brennbarer Flüssigkeiten“ im Schulungssaal.
Nach einer Mittagspause verlegte man zum Firmengelände der Fa. Stahlgruber.
Ein Übungsparkur war aufgebaut in dem es galt verschiedene Stationen unter schwerem CSA zu bewältigen. Station eins war dem richtigem Anlegen der Schutzkleidung gewidmet. Bei Station zwei galt es Stoff, bzw. Gefahren zu erkunden. Durch die eingeschränkte Sicht im Vollschutzanzug. eine nicht einfache Aufgabe, die Symbole und
UN-Nummern zu lesen, zu erkennen und weiter zu geben. Station drei war der Geschicklichkeit gewidmet. An einer Übungsleitung musste mit Hilfe von Schrauben und Muttern ein Schieber ausgetauscht werden. Durch das fehlende Feingefühl bedingt durch starre Schutzhandschuhe viel es nicht leicht  Schrauben und Schraubenschlüssel anzusetzen. In der Station vier wurde mittels der Handmembranpumpe eine angenommene „gefährliche Flüssigkeit“ von einem Fass in ein anders gepumpt, eine schweißtreibende Angelegenheit. In der letzten Station galt es das Auslaufen und somit das Ausbreiten einer unbekannten Flüssigkeit zu verhindern. Diese ergoss sich aus einem undichten Container auf einem LKW Anhänger. Dazu musste, Kräfte zehrend, eine Säurebeständige Plane untergezogen werden.
Gegen 15:00 Uhr gaben die Ausbilder das Übungsende bekannt. Zur Abschlussbesprechung fanden sich Ausbilder und Lehrgangsteilnehmer im Gerätehaus Rosenberg ein. Lehrgangsleiter KBM -Gefahrgut Alexander Graf und KBI Peter Deiml (Auerbach) , in Vertretung von KBR Fredi Weiß,
zeigte sich zufrieden mit der abgelegten Leistung. Der Lehrgang sei ohne Probleme abgelaufen, so Graf. Es sei wichtig dass auf Landkreisebene alle den selben Wissens- und Ausbildungsstand haben, besonders im Bereich Gefahrgut müssen alle Hangriffe nahezu blind sitzen. Mit dieser Ausbildung sei man dem Ziel, im Lkr Amberg – Sulzbach Flächendecken Spezialkräfte auszubilden einen Schritt näher gekommen. Großer dank galt der FF Rosenberg für die zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten und der logistischen Unterstützung, der FF Amberg für Ausbildung am Gerätewagen Gefahrgut und der Fa. Stahlgruber für die Nutzung des Betriebsgeländes.
Graf verwies abschließend auf zwei CSA- Grundlehrgänge die vom Fachbereich Atemschutz im Herbst angeboten werden. KBI Peter Deiml dankte den Fachbereichen Gefahrgut und Atemschutz sowie den Lehrgangsteilnehmern und den Ausbilder für ihren Einsatz und überreichte die Teilnahmebestätigungen an die Teilnehmer.
Mit den Worten „Allzeit unfallfreie Einsätze und gute Heimkehr“ schloss KBM Graf am Samstagnachmittag den ersten Wiederholungslehrgang für CSA Träger des Lkr. Amberg – Sulzbach.

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„Mit Erfolg konnten 15 Aktive Feuerwehrangehörige den Wiederholungslehrgang - CSA abschließen“

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